Asthmaanfälle

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Lassen Sie nicht zu, dass das Asthma Sie kontrolliert, sondern kontrollieren Sie das Asthma und lernen Sie rechtzeitig und richtig auf Verschlechterungen zu reagieren!

Die meisten Asthmaattacken entwickeln sich über Stunden und Tage; bereits mit dem Auftreten erster Symptome (Husten, mehr Atemnot, nächtliches Erwachen wegen Husten oder Atemnot) sollte die Therapie eingeleitet, bzw. ausgebaut werden. Eine frühzeitige Behandlung verhindert gefährliche Notfallsituationen!

Sie können sich einen Aktionsplan und ein Asthmatagebuch als PDF-Datei herunterladen.
Download: Aktionsplan als PDF-Datei (35k) Asthmatagebuch als PDF-Datei (50k)

 

Was ist bei einem Anfall zu tun

Leichter Anfall
Bei einem leichten Anfall mit leichten Symptomen und/oder nur leichter Einschränkung des Peak flows kann die zusätliche Inhalation eines Beta-2- Stimulators ausreichend sein. Verbessert sich der Zustand nicht, muss ein Arzt konsultiert und die Therapie mit Kortison (vor allem inhalativ und eventuell kurzzeitig mit Tabletten) ausgebaut werden.

Mittelschwerer Anfall
Bei einem mittelschweren Anfall muss zusätzlich mehr Kortison inhaliert werden, um die Entzündung, die die Ursache für die Verschlechterung ist, in Griff zu bekommen.
Bei einem mittelschweren Anfall sollten Sie also sowohl die Inhalation des Bronchien erweiternden Medikaments als auch die des inhalativen Kortisons steigern! Daneben sollten Sie unbedingt Ihren Arzt informieren, der je nach Situation (Symptome, Peak flow) für kurze Zeit zusätlich Kortisontabletten verordnen kann, und das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen wird.

Schwerer Anfall
Bei einem schweren Anfall sollten Sie, wenn Ihr behandelnder Arzt dies in Ihrem persönlichen Notfallplan so festgelegt hat, sofort Kortisontabletten einnehmen und mit Bronchien erweiternden Mitteln inhalieren. Ausserdem sollten sie sich sofort mit einem Arzt (Hausarzt, Notarzt) in Verbindung setzen oder sich in das nächstgelegene Spital begeben. Eine schwere Attacke kündigt sich meist über einige Zeit an, kann aber bei gewissen Asthmaformen doch relativ plötzlich auftreten. Jeder Asthmatiker sollte daher für den Notfall gerüstet und instruiert sein und die in seinem Notfallplan vorgesehenen Medikamente (Kortisontabletten, schnell wirksame bronchienerweiternde Medikamente zum Inhalieren) zu Hause und im Urlaub verfügbar haben.

Der enge Kontakt zu Ihrem Arzt ist gerade bei einer Verschlechterung Ihres Asthmas sehr wichtig! Sie können Ihn aber vielleicht nicht rund um die Uhr erreichen, deswegen sollten Sie für den Notfall unterrichtet sein und wissen, was Sie selbst tun können, bis z.B. der Notarzt gerufen ist, oder Sie im nächsten Spital sind.

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Aktualisiert am 26.09.2003, Webmaster