Kleinkind: Fragen zu Asthma im Säuglinsalter

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Kann das Asthma durch Massnahmen während der Schwangerschaft vermieden werden?

In der Schwangerschaft sind diätetische Vorsichtsmassnahmen für das ungeborene Kind zum Schutz gegen Asthma nicht belegt. Sie sind allenfalls notwendig bei bekannter Nahrungsmittelallergie der Mutter. Was Sie als Eltern unbedingt unterlassen sollten ist das Rauchen.

Muss ich mein Kind stillen?

Das Stillen während der ersten 4-6 Monate hat sich teilweise bewährt, die Daten sind aber nicht eindeutig. Während der Stillphase können bekannte Allergene wie Kuhmilch, Eier, Fisch, Zitrusfrüchte, Soja und Nüsse in der Ernährung der Mutter reduziert werden. Wichtig ist eine Kalziumzufuhr bei der Mutter.

Muss ich mein Kind speziell ernähren?

Es empfiehlt sich, das Stillen für die ersten 6 Monate und das Weglassen von Kuhmilch, Eier, Fisch, Zitrusfrüchte, Soja und Nüsse in den ersten 12 Monaten.

Muss ich das häusliche Milieu speziell gestalten?

Kinder im Vorschulalter halten sich in bis zu 85% ihres 24-Stunden-Alltages innerhalb des häuslichen Umfeldes auf. Die Allergenreduktion bei Asthmatikern konzentriert sich auf das Schlafzimmer mit Reduktion von Hausstaubmilben. Prioritär zu behandeln sind Bettmaterialien. Im gesamten Wohnbereich ist die Haltung von fell- und federntragenden Haustieren zu vermeiden.

Darf ich mein Kind in die Kinderkrippe bringen?

Der Kontakt mit anderen Kindern und häufige grippale Infekte verhindern die Entstehung eines Asthmas. Hat ihr Kind jedoch bereits ein Asthma entwickelt, empfiehlt sich der Krippenbesuch nicht. Häufige grippale Infekte können zu einer massiven Verschlechterung des Asthmas führen.

Darf ich rauchen?

Rauchen der Mutter bereits während der Schwangerschaft kann, neben vielen anderen schädlichen Folgen für das Kind, zur Entstehung von Asthma führen.
Wenn ein Kind bereits Asthma hat, sollten die Eltern konsequent nicht rauchen!

Was ist die richtige medikamentöse Behandlung für mein Kind?

Zur Vorbeugung und Behandlung von Asthmaanfällen stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung. Üblicherweise verwendet man atemwegserweiternde Medikamente, die innerhalb weniger Minuten Erleichterung schaffen. Diese Medikamente greifen aber nicht in die beim Asthma zugrundeliegende Entzündung ein, die einer entzündungshemmenden Basistherapie bedarf. Je nach Schweregrad des Asthmas, müssen längerfristig antientzündliche, meist kortisonhaltige Medikamente inhaliert werden.

Sind Kortisonpräparate harmlos?

Viele Eltern haben Angst vor möglichen Nebenwirkungen, wenn ihre Kinder mit Kortison behandelt werden. Diese Angst ist heutzutage bei Anwendung der modernen lokal wirkenden Darreichungsformen unbegründet. Es besteht ein grosser Unterschied zwischen den kleinen und nur lokal wirksamen Dosen durch die Inhalation und einer langdauernden, hochdosierten Therapie mit Kortisontabletten oder Spritzen, die zum Glück bei Kindern mit Asthma nur äusserst selten notwendig ist.
Langzeitstudien zum Grössenwachstum, zeigen nur im ersten Jahr eine kleine (1cm) Abnahme im Grössenwachstum, die sich allerdings nach 3 Jahren wieder vollkommen ausgleicht.

Gibt es wirksame Alternativtherapien?

Die Asthmatherapie ist eine ganzheitliche Therapie und umfasst viele Komponenten der Behandlung, wie z.B. medikamentöse Therapie, Atemtherapie, Schulung und allenfalls auch Alternativtherapien. Bevor man eine Alternativtherapie beginnt, sollte man diese jedoch ganz genau mit seinem Kinderarzt besprechen, um diese auch sinnvoll ins Gesamtbetreuungskonzept einzubauen. Gemäss aktuellem Stand des Wissens sollten Alternativtherapien allerdings nur als Zusatz und nie als Ersatz für die bewiesenermassen wirksame Therapie eingesetzt werden.

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Aktualisiert am 26.09.2003, Webmaster